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Neue EN 1264 empfiehlt Belegreifwerte für beheizte Fließestriche (CAF und CTF)

Foto: VDPM

Die aktuell neu veröffentlichte europäische Normenreihe EN 1264:2021-08 „Raumflächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme mit Wasserdurchströmung“ empfiehlt im Teil 4 „Installation“ für beheizte Calciumsulfat-Fließestriche und Zementfließestriche Belegreifwerte von 0,5 CM-% bzw. 1,8 CM-%. Die Mindestdicke der Estrichschicht wird im Normungstext mit 30 mm über den Rohrleitungen angegeben.

Unter Punkt 4.2.5 „Aufheizen zur Herstellung der Belegreife“ und dem Absatz zur notwendigen Messung der Trockenheit des Estrichs lautet der Normentext: „Sofern verfügbar, sollten europäische und nationale Normen angewendet werden. Wenn keine relevanten europäischen oder nationalen Normen angewendet werden können, werden die Werte nach Tabelle 2 ‚Messung des maximalen prozentualen Feuchtegehalts des Estrichs unter Verwendung des Carbid-Verfahrens (CM)‘ empfohlen.“ Die in dieser Tabelle genannten Werte lauten für Zementestrich (CT) und Zementfließestrich (CTF) 1,8 CM-%, für Calciumsulfatestrich (CA) und Calciumsulfat-Fließestrich (CAF) 0,5 CM-%.

Damit empfiehlt die neue EN 1264-4 die gleichen Belegreifwerte wie die deutsche Estrichnorm DIN 18560-1.

Zur Estrichschicht heißt es im Normungstext unter Punkt 4.2.2.9.2: „Die Dicke des Estrichs wird unter Berücksichtigung des Lastaufnahmevermögens und der Biegefestigkeitsklasse berechnet. Sofern verfügbar, sollten europäische und nationale Normen angewendet werden. Die Mindestdicke über den Heizrohren beträgt mindestens 30 mm. Spezielle Systemestriche dürfen, nach Empfehlungen des Anbieters, eine geringere Dicke zulassen. Die Festlegungen des Herstellers sollten befolgt werden.“

EN 1264 behandelt flächenintegrierte Heiz- und Kühlsysteme und richtet sich an Systeme für die thermische Behaglichkeit. Teil 4 der Norm legt einheitliche Anforderungen an die Planung und den Aufbau von zur Heizung oder Kühlung dienenden Fußboden-, Decken- und Wandkonstruktionen fest, um sicherzustellen, dass die Heiz- beziehungsweise Kühlsysteme für den jeweiligen Verwendungszweck geeignet sind.

Über den VDPM:

Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM) repräsentiert die führenden Hersteller von Fassadendämmsystemen und deren Zubehör, Außen- und Innenputzen, Mauermörtel und Estrich. Im Sinne seiner Mitgliedsunternehmen engagiert sich der VDPM für eine effiziente Interessenvertretung gegenüber der (Fach)Öffentlichkeit, der Politik, sowie den Behörden und Institutionen auf deutscher und europäischer Ebene. Die Fachgremien des VDPM erarbeiten und bewerten dabei Grundlagen und Vorschläge zu Technik- und Umweltschutzthemen sowie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, beteiligen sich an Forschungsvorhaben und leisten erfolgreiche Presse- und Normungsarbeit. Für Planer, Architekten und Bauherren stellt der Verband eine Vielzahl herstellerneutraler Informationen zur Verfügung und ist kompetenter Ansprechpartner.